Hospiz macht Schule
Aktuelle Termine Hospiz macht Schule:
Grundschule Spelle 04-08.05.2026
Grundschule Schapen 21-25.09.2026
Hospiz macht Schule“ an der St.-Vitus-Grundschule Venhaus
Eine besondere Projektwoche erlebten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 4a und 4b der St. Vitus-Grundschule Venhaus vom 9. bis 13. März 2026. Gemeinsam mit geschulten Mitarbeiterinnen der Hospizgruppe Spelle e.V. sowie Ehrenamtlichen des ökumenisch-ambulanten Hospizvereins Rheine nahmen sie am Projekt „Hospiz macht Schule“ teil.
Einfühlsam und altersgerecht setzten sich die Kinder mit Themen auseinander, über die im Alltag oft nur wenig gesprochen wird: Leben, Sterben, Tod und Trauer. Ziel des Projektes ist es, Kindern Raum für ihre Fragen, Gedanken und Gefühle zu geben und ihnen zu zeigen, dass diese Themen zum Leben dazugehören.
Bild 1: Wir hören Geschichten
In kleinen Gruppen wurde während der Woche gesprochen, gemalt, gespielt und zugehört. Geschichten, kurze Filmausschnitte und kreative Methoden halfen den Kindern, ihre Gedanken auszudrücken. Dabei entstanden Bilder und Plakate, und in kleinen pantomimischen Szenen stellten die Kinder Gefühle, Krankheiten und Möglichkeiten des Trostes dar.
Bild 2: Wir stellen Krankheiten pantomimisch dar.
Besonderen Eindruck hinterließ bei den Schülerinnen und Schülern der Besuch von der Ärztin Frau Dr. Nieporte, die über Krankheiten sprach und unzählige Fragen der Kinder beantwortete. Auch der Bestatter Herr Bültel vom Bestattungsinstitut Bültel gab einen eindrucksvollen Einblick in seine Arbeit und zeigte den Kindern in der Friedhofskapelle einen Sarg und eine Urne und erklärte in kindgerechter Weise viele Dinge rund um das Thema Bestattung. Kreativ wurde es anschließend, als die Kinder selbst einen Sarg mit bunten Motiven gestalten durften.
Bild 3: Wir bemalen einen Sarg
Am letzten Projekttag konnten die Kinder in einer kleinen symbolischen Aktion ihre Gedanken, die sie traurig machen oder die ihnen Sorgen oder Angst bereiten, auf kleine Zettel schreiben und anschließend in einer Feuerschale verbrennen – als Zeichen dafür, schwere Gefühle loslassen zu dürfen.
Beim anschließenden Abschlussfest präsentierten die Kinder ihren Eltern stolz die Projektergebnisse der Woche. Durch ihr zahlreiches Erscheinen bekundeten sie ihr großes Interesse an diesem für ihre Kinder so bedeutsamen Thema. Sie zeigten sich beeindruckt von der Offenheit und Ernsthaftigkeit, mit der die Kinder sich mit dem Thema auseinandergesetzt hatten.
Die Klassenlehrerinnen Meike Lünnemann und Verena Ottens äußerten ihren Respekt für die ehrenamtliche Tätigkeit des Projektteams und überreichten ein kleines Geschenk. Im Gegenzug bedankte sich das Hospizteam bei der St. Vitus Grundschule für die unkomplizierte und problemlose Zusammenarbeit während der Projektwoche.
Die Elternvertreterinnen der beiden Klassen überreichten für jede Ehrenamtliche einen kleinen Frühlingsgruß.
Der Vorsitzende des Fördervereins der St. Vitus Grundschule Venhaus Herr Dennis Thale unterstrich die große Bedeutung des Projektes, dankte allen Beteiligten für die engagierte und bewegende Woche und überreichte dem ausführenden Verein HospizGruppe Spelle e.V. einen Scheck im Wert von 250 Euro.
So konnte dieses besondere Projekt in angenehmer Atmosphäre bei buntem Fingerfood und guten Gesprächen ausklingen.
Das Projekt "Hospiz macht Schule" wurde 2005 von der Hospizbewegung Düren-Jülich e.V. im Rahmen eines Bundesmodellprogramms initiiert.
Wir alle wünschen uns für unsere Kinder eine gute Vorbereitung auf das Leben und das es lernt, auch aus Krisensituationen gestärkt hervorzugehen. Natürlich sind krisenhafte Lebenserfahren für Kinder, wie für Eltern unter Umständen ängstigend, traurig-machend und belastend. Kinder haben ein natürliches Potential, sich offen neugierig und be-greifend allem Krisenhaften anzunähern und zu bewältigen. Sie brauchen dabei aber die offene Unterstützung der Erwachsenen. Im Rahmen eines Elternabends vor Beginn der Projektwoche ist geplant, auch den Eltern alle Fragen zu beantworten.
Gerade bei dem sensiblen Thema Tod und Sterben bestehen große Berührungsängste. Die Hospizbewegung hat es sich zum Ziel gesetzt diese Ängste abzubauen. In einer Woche Projektunterricht an Grundschulen soll den Kindern des 3. oder 4. Schuljahres in einem geschützten Rahmen die Möglichkeit gegeben werden, alle Fragen, die sie bewegen, zu stellen und so gut wie möglich beantwortet zu bekommen. Tag 1: Werden und Vergehen, Tag 2: Krankheit und Leid, Tag 3: Tod und Sterben, Tag 4: Vom Traurig sein, Tag 5: Trost und Trösten. Jede Kleingruppe wird von einem qualifizierten ehrenamtlichen Mitarbeiter/-in der Hospizgruppe geleitet. Gerade Hospizler besitzen durch ihre intensive Auseinandersetzung mit dem Thema das notwendige Hintergrundwissen um den Fragen der Kinder nicht auszuweichen.
Voraussetzung hierzu ist die Zustimmung der Eltern.
Grundschulen, die an der Durchführung einer Projektwoche interessiert sind, bitten wir um Kontaktaufnahme: Koordination oder lesen Sie weiter unter www.hospizmachtschule.de
Das Projekt "Hospiz macht Schule" ist vom Bundesministerium für Frauen, Jugend, Familie und Senioren gefördertes Projekt im Rahmen des Bundesmodellprogramms "Generationsübergreifende Freiwilligendienst".
Hierfür benötigen die Mitarbeiter/-innen eine Zusatzqualifikation.





